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PALMERS KRIEG: Nach 24 Jahren wieder am Start und aktueller denn je

Die Erstausgabe dieses Romans erschien 1992 im Rasch & Röhring Verlag, der unter anderem die Bücher von Ralph Giordano und Hoimar von Ditfurth (»So lasst uns denn ein Apfelbäumchen pflanzen«) im Programm hatte. Das ist lange her. Nach dem Tod des Verlegers Hans-Helmut Röhring gibt es den »für sein besonders ambitioniertes Programm« von der Hamburger Kulturbehörde ausgezeichneten Verlag nicht mehr. »Palmers Krieg« hätte sonst sicher die eine oder andere Neuauflage erfahren. Dass der p.machinery-Verlag, der schon meinen 1993 bei Rasch & Röhring erschienenen Roman »GO! – Die Ökodiktatur« neu verlegte und in diesem Herbst auch meinen aktuellen Roman »Feuer am Fuss« ins Programm genommen hat, »Palmers Krieg« nun eine neue Chance gibt, freut mich sehr. Dieses Buch, für das ich von der taz als »Vater des deutschen Ökothrillers« geadelt wurde, hat an Brisanz nämlich nichts verloren. Das Thema Ökoterrorismus wird uns aufgrund der immer dramatischer werdenden Situation auf diesem Planeten in Zukunft vermutlich noch sehr beschäftigen.

»Palmers Krieg« ist mein Romanerstling. Er ist das, was man einen typischen Thriller nennt. Ich hatte ihn ganz bewusst in der Tradition der großen US-amerikanischen Krimiautoren Dashiell Hammet und Raymond Chandler geschrieben. Knallhart, zynisch und actiongeladen. Der eigentliche Held neben dem Protagonisten Robert Palmer ist der Supertanker EVE, der quer über den Atlantik vor das UN-Hauptquartier in New York gesteuert wird. Natürlich hat sich die Technik auf den Supertankern dieser Welt in den letzten dreiundzwanzig Jahren weiter entwickelt, ebenso wie die Kommunikationstechnik. Man sollte »Palmers Krieg« daher lesen, wie man einen etwas in die Jahre gekommenen Film sieht, in dem die Autos ohne elektronische Hilfe auskamen und die Menschen noch ihre Nokia-Knochen statt des iPhones am Ohr hatten. Das hat ja durchaus Charme. Der Geschichte selbst schadet es nicht.

Ich wünsche Ihnen eine aufregende Lektüre, die Sie hoffentlich ein wenig nachdenklich macht.

Dirk C. Fleck

 

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