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Miles Davis

MILES DAVIS (1926 – 1991) erlangte erste Berühmtheit als Sideman von Charlie Parker, in dessen Band er 1945 Dizzy Gillespie ersetzte. Davis legte danach konzeptionell immer wieder neue Grundsteine, indem er nicht konservativ auf einem Jazz-Stil beharrte, sondern stets weiter experimentierte. Da er regelmäßig talentierte Musiker in seine Band holte und ihnen Raum zur Entfaltung gab, verdanken zahlreiche Jazzgrößen ihren Durchbruch der Zusammenarbeit mit Davis. Als besondere Würdigung seines Werks verabschiedete das Repräsentantenhaus der Vereinigten Staaten am 15. Dezember 2009 eine symbolische Resolution in Gedenken anlässlich des 50. Jahrestags der Aufnahme seines Albums Kind of Blue zur „Ehrung des Meisterwerks und zur Bekräftigung, dass Jazz ein nationales Kulturgut ist“.

Ich lernte Miles 1970 kennen, als ein befreundeter Maler mich zwang, mir dir neueste Davis-Platte „Bitches Brew“ anzuhören. Das Album gilt heute als einer der Meilensteine in seinem Schaffen. Im Gegensatz zum bisherigen Jazz dominierten hier zum ersten Mal elektrische Instrumente. Davis begann den Sound seiner Trompete zu verstärken und durch Effektgeräte wie etwa das Wah-Wah-Pedal zu beeinflussen.

Mein einziges Live-Erlebnis mit Miles Davis hatte ich in der Hamburger Musikhalle. Es war ein sensationelles Konzert. Nur zu Gesicht bekam ich den Meister nicht. Miles drehte dem Publikum die ganze Zeit den Rücken zu, sodass man sich ganz den aberwitzigen Kaskaden seiner Trompete überlassen konnte, die so sanft und klar klangen, als erreichten sie uns aus einer anderen Welt...

 

https://www.youtube.com/watch?v=JZYHezhSR4E 

 

 

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