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Hans Paasche

HANS PAASCHE (1881 - 1920) war ein deutscher Marineoffizier, Pazifist und Schriftsteller. Er selbst bezeichnete sich als “Freund Afrikas”. Paasche trat für Frieden und soziale Gerechtigkeit, für Tier- und Naturschutz ein, er bekämpfte den Patriotismus, die Todesstrafe und den Alkoholismus und plädierte für eine Bodenreform, das Frauenstimmrecht und eine “natürliche Lebensweise”. Wegen seiner Kriegsgegnerschaft wurde Paasche 1917 inhaftiert. Sein Vater schützte ihn vor der Erschießung, indem er ihn in ein Nervensanatorium einweisen ließ. Am 21. Mai 1920 wurde Hans Paasche von rechtsgerichteten regierungsnahen Truppen auf seinem eigenen Grundstück beim Fischen vor den Augen seiner Kinder „auf der Flucht erschossen“. 

Kurt Tucholsky schrieb damals: "Wieder einer. Ein müder Mann, der müde über die Deutschen sann. Den preußischen Geist - er kannte ihn aus dem Heer und aus den Kolonien, aus der großen Zeit - er mochte nicht mehr. Er hasste dieses höllische Heer. Er liebte die Menschen, er hasste Sergeanten. Ein toter Mann. Ein Stiller. Ein Reiner. Wieder einer. Wieder einer."

 

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